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Playground-Logo mit einer Maus

Über Uns

Konzept

Der Playground e.V. ist ein gemeinnütziger Verein in Frankfurt am Main, ansässig in den Wohnprojekten Prowokulta/ProZwo am Frankfurter Berg.

In den letzten 12 Jahren wurden so zahlreiche Projekte im Bereich Musik, Kunst, Pädagogik, (Jugend-)Kultur, Kulturaustausch oder Stadtteilinitiativen durchgeführt. Arbeitsschwerpunkte sind die Bereiche Jonglage, neue Medien, Musik, Bewegung und Improvisation. Im Vordergrund steht dabei das Schaffen eines Raumes, in dem zwanglos gespielt, experimentiert und gelernt werden kann. Es geht, wie der Name Playground schon sagt, um das Spielen, um einen virtuellen, geistigen und manchmal ganz realen Spielpatz, auf dem so Einiges möglich ist ...!

Bei den pädagogischen Projekten stehen integrative und soziale Aspekte im Vordergrund. Es geht darum, zu ermutigen und selbst aktiv zu werden. Der Playground ist ein mobiler Spielplatz und animiert, sich mit unseren Spieltechniken und Materialien zu beschäftigen, die das Selbstwertgefühl positiv beeinflussen und zu geistiger Entspannung und Anregung führen. Die Grundidee ist, dass auf dem von uns durchgeführten Spielplatz alle mitmachen können und je nach ihren Fähigkeiten gefördert werden. Daher eignen sich Playgroundprojekte auch hervorragend für Projekte mit Inklusionsanspruch.

Die KursleiterInnen des Playground e.V. haben Ausbildungen oder studieren im pädagogischen und/oder künstlerischen Bereich. Sie führen Workshops und Kurse an Schulen, Kindergärten, Jugendzentren und anderen Betreuungseinrichtungen durch oder geben Fortbildungen für Betreuer. Außerdem können sie für Feuershows, Spielstände und Kinderprogramm auf Festen engagiert werden.

Neben der "Musik-Spielstunde", Jonglage- und Trommelworkshops oder Medienprojekten ist der Playgound auch am Schulprojekt "It's my Party!" mit dem Alice-Projekt beteiligt, welches von der Stadt Frankfurt finanziert wird und 2007 mit dem hessischen Sucht-Präventionpreis ausgezeichnet wurde.

Mit den Projekten "Schöner Leben am Frankfurter Berg" (Bau einer geschwungenen Sitzgelegenheit am Ladenzentrum), dem Schulgarten an der Albert-Schweitzer-Schule oder den Strandferienspielen in Kooperation mit dem Jugendhaus engagiert sich der Verein auch vor Ort im Stadtteil Frankfurter Berg. Picknick Kreativ ist ein Projekt zur Belebung innerstädtischer Parks und hat sich vor allem stark an der Erhaltung des Museparks beteiligt.

Das Projekt Frankfurt am Meer ist eine Familienfreizeitangebot am Meer in Kroatien, das sich an gering verdienende und alleinerziehende Familien richtet.

Künstlerische und musikalische Betätigungen von Playground-AktivistInnen kommen auch in Veranstaltungen durch eigene Dekorationen, Musik und Performances zum Ausdruck. Der Playground e.V. war z.B. (Mit-)Veranstalter des Gathering of the Tribes Festival (www.gatheringofthetribes.de) in Frankfurt, in Kooperation mit Alice-Project sowie den Musik-Clubs am Milchsackgelände. Ein weiteres Kulturaustauschprojekt war "2 wheels 4 change", dessen TeilnehmerInnen vom Jugend- und Sozialamt Frankfurt unterstützt wurden.

Seit 2015 engagiert sich der Playground wieder verstärkt in Projekten mit Geflüchteten, überwiegend in Unterkünften im Raum Frankfurt, so z.B. in den mittlerweile geschlossenen Erstaufnahme-Einrichtungen in Neu-Isenburg und Fechenheim, der Phillipp-Holzmann-Schule und aktuell am Alten Flugplatz Bonames.

Philosophie

Wir spielen mit Feuer, Stöcken und Bällen, elektronische und akustische Musik, Dekoration, Verkleidung, Masken und Farben, mit Worten, Gedanken, Gefühlen, Lebensstilen und Rollen ... Unser Motto „Be your own live-act: Mach´s doch mal selbst!" bedeutet sozusagen: Nimm Dein Leben selbst in die Hand! Wir sind die aktiven Produzenten unserer eigenen Filme, unserer Wirklichkeit, unseres Lebens!

Der Playground ist ein Spielplatz. Es geht darum selbst schöpferisch tätig zu werden, anstatt sich passiv dem Konsum hinzugeben. Es geht darum zusammen zu spielen und voneinander zu lernen. Ein Playground im Sinne des "miteinander spielen" kann großartige Momente von Liebe, Spaß, Flow, Kraft, Inspiration und Zusammengehörigkeit bewirken, aber dafür ist es auch notwendig zu lernen mit Chaos, Stress, Meinungsverschiedenheiten, Diskussionen, harter Arbeit und Geld umzugehen. Um sich gegenseitig zu verständigen, miteinander zu spielen und zu arbeiten, ist es wichtig, unterschiedliche Sicht- und Herangehensweisen teilen und respektieren zu können, damit sich das Potential, das in der menschlichen Unterschiedlichkeit und Vielfalt liegt, entfalten kann.

Der Playground schafft Freiräume, wo Leute aktiv und kreativ werden und ermutigende Erfahrungen mit sich selbst machen können. Es geht darum wieder über sich selbst staunen zu können, sich zu wundern über die Wunder des Leben und sich daran zu erfreuen. Alle können alles lernen: Unglücklicherweise haben die meisten Menschen ihr Potential zu lernen und zu wachsen aufgegeben. Sie haben es vergessen oder es wurde ihnen keine Chance gegeben, selbst herauszufinden, was sie glücklich macht, was sie weiterbringt, was ihnen gut tut. Im neuen Jahrtausend wachen wir auf aus Lethargie, Konsumhaltung und Passivität. Wir erschaffen uns unsere eigene Realität – eine Realität, die es wert ist, zu leben ...

Studie zur Jonglage

Zum Artikel „Jonglieren lässt Erwachsenenhirne wachsen“
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